Hilfe zur Selbsthilfe

„Freuet euch vor ihm, der ein Vater ist der Waisen…“ Psalm 68,5

Seit mehr als 13 Jahren organisiert das Team um Dan Vieru Kinder- und Teenagercamps in den Bergen. Die Lager sind oft die einzige Möglichkeit, der brütenden Hitze und unproduktiven Langeweile der Stadt zu entkommen. Dan sagt: „Ich bin zutiefst von der Wichtigkeit der Jugend- und Kinderlager überzeugt. Es ist eine intensive Zeit des Zusammenseins, eingebettet in Spiele, Gespräche und die Tischgemeinschaft. Es ist ein besonderes Umfeld, das sich für die Verkündigung des Evangeliums wunderbar eignet.“
Die Wochen stellen jeweils eine grosse Herausforderung für die Leiterteams dar, da viele der Kinder aus sehr schwierigen Verhältnissen stammen und den Leitern manchmal alles abfordern an Einsatz, Kraft und Geduld. Dennoch ist Frucht zu sehen: Kinder, die ihr Leben Christus anvertrauen und an seiner guten Hand weitergehen wollen. Frühere Lagerteilnehmer werden zu Hilfsleitern und besuchen, ebenso wie ehemalige Schulkinder regelmässig die Gemeinden.

Sommerlager 2016
88 Kinder nahmen am diesjährigen Lager teil, das im Dorf Riu Sadului (ca. 32 km südwestlich von Sibiu in den Bergen) stattfand. Darunter befanden sich auch Kinder aus finanziell schlecht gestellten Familien, deren Teilnahme durch Spenden finanziert wurde.

Anamaria Bozgan kommt aus einer zerrütteten Familie. Ihr Vater verbannte die Mutter von zu Hause. Er selbst liess seine Kinder kurz darauf alleine zurück um in England zu arbeiten. Die Geschwister blieben in der Obhut der fast gehörlosen, körperlich sehr angeschlagenen Grossmutter die zudem Analphabetin ist. Dieses Jahr verstarb der Vater in einem Arbeitsunfall. Man nimmt an, dass er schwarz gearbeitet hat. Anamaria hätte sich nie träumen lassen, dass sie einmal an einem ethos-Lager teilnehmen könnte.

Die Geschwister Anton, Ema, Sebastian und Elias kommen aus einer kinderreichen Grossfamilie. Sie haben finanzielle Probleme obwohl der Vater arbeitet. Ein Grossteil des Lohnes wird von den Kosten für die grösseren Geschwister verschlungen, so dass Elias nie die Gelegenheit hatte an ausserschulischen Aktivitäten teilzunehmen. Dieses Lager war für ihn und seine Familie eine Freude und ein grosser Segen!